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5 Fragen an CLEARO

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5 Fragen an CLEARO

Bild: © CLEARO

CLEARO

Veröffentlicht am 26.10.2020 von Linda Schleier


Vom Tellerwäscher zum Unternehmensgründer: beim Abwasch in der WG-Spüle war Martin entsetzt, wie viel Plastik herkömmliche Spülschwämme in unseren Kreislauf bringen, und hat kurzerhand mit seinem Kumpel Andreas eine nachhaltige Alternative entwickelt. Was genau den Öko-Schwamm so besonders macht hat uns Gründer Martin erklärt.

Ihr wollt also Abspülen plastikfrei machen: wie gelingt das mit CLEARO?

Bei einem Telefonat mit Andreas sprachen wir eher beiläufig über das Thema Mikroplastik, da mir tags zuvor beim Geschirrabwasch auffiel wie viel Plastik aus herkömmlichen Spülschwämmen freigesetzt wird. “Das muss auch ökologischer gehen!” haben wir uns da beide gedacht.  

CLEARO besteht nur aus rein natürlichen Materialien (Luffa-Gurke und Bio-Baumwolle), die in sozialen Einrichtungen der Caritas vernäht werden. Der herkömmliche Spülschwamm wird aus einem Kunststoff aufgeschäumt und anschließend mit einem Vlies verklebt. Allein die Herstellung zeigt schon wie unterschiedlich sich die beiden sind - hinzu kommt: CLEARO kann monatelang verwendet werden, ohne zu müffeln. Und am Ende seiner Tage kann er einfach im Biomüll versenkt werden.

CLEARO besteht nur aus rein natürlichen Materialien (Luffa-Gurke und Bio-Baumwolle), die in sozialen Einrichtungen der Caritas vernäht werden.

Martin Bergmann

Von der Idee bis zur Umsetzung ist es ein langer Weg, wie habt ihr das geschafft?

Relativ unbedarft haben wir zu Beginn mit Alternativen wie Hanf und Flachs aus der Tierhandlung herumprobiert, bevor Martin mit einem Peelingschwamm aus getrocknetem Luffa-Kürbis um die Ecke kam. Dieser leistete ziemlich gute Dienste. So war die Idee zu ‘CLEARO’ im Kern geboren. Danach dauerte es knapp 1,5 Jahre bis zur Unternehmensgründung, die ersten Chargen haben wir daheim an der Nähmaschine genäht. Motiviert wurden wir dabei immer durch Freunde, Familie und Leute, die das Produkt und die Idee cool fanden.

 

Die Hochschule Pforzheim hat interdisziplinäre Arbeit stark gefördert und immer über uns und die Teilnahme am ‘Green Concept Award’ berichtet, was uns viel Rückmeldung bescherte. Die große Nachfrage war schlussendlich auch der ausschlaggebende Punkt wieso wir uns Jan ins Boot geholt und gegründet haben. Jan hatte mehr Start-Up-Erfahrung und einen Master in Wirtschaftsingenieurwesen. Somit war das Team perfekt - mit Fähigkeiten in den Bereichen Produktion, Betriebswirtschaft, Informatik und Produktdesign. Zu dritt ging es dann im Januar 2020 zum Notar, seitdem befinden wir uns auf einem sehr spannenden und lehrreichen Weg.   

Was ist auf diesem Weg aktuell eure größte Herausforderung, und könnt ihr trotzdem schon erste Erfolge verzeichnen?

Was uns aktuell am meisten beschäftigt ist, CLEARO bekannt zu machen. Gleichzeitig müssen wir die richtigen Produktionsmengen kalkulieren. Der erste Erfolg war sicherlich die StartNext Kampagne bei der wir ca. 8.500€ einsammeln konnten. Der Zweite ist, dass sich immer mehr Läden bei uns melden, weil Kunden zu ihnen kommen und nach CLEARO suchen.

Martin, was ist der nachhaltigste Tipp, der dein Leben verändert hat?

Weniger konsumieren und das was man konsumiert hinterfragen, ob man es wirklich braucht oder vielleicht auch ausleihen kann. Und wenn ich mir etwas kaufe, denke ich: Wer Mist kauft, kauft zweimal! Unabhängig von meinem persönlichen Konsumverhalten bin ich ein Fan von der Idee des geschlossenen Produktlebenszyklus im Sinne von “Cradle to Cradle” geworden und die Produktentwicklung in Zukunft dahingehend auszulegen.

Wenn ich mir etwas kaufe, denke ich: Wer Mist kauft, kauft zweimal!

Martin Bergmann

Wenn du eine Sache auf der Welt verändern könntest, welche wäre das?

Den ganzen Plastikmüll aus den Weltmeeren saugen!

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