5 Fragen an Kushel

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5 Fragen an Kushel

Bild: © Kushel

Kushel

Veröffentlicht am 01.09.2020 von Lea Thin


Naturkosmetik, plastikfreies Geschirr, fair hergestellte Kleidung - all das sind klassische Social Business Produkte. Die Gründer von Kushel haben sich hingegen auf hochwertige Handtücher spezialisiert. Mit den flauschigen Alltagsbegleitern wollen sie neue Standards in der Textilindustrie setzen und der Umwelt mehr Ressourcen zurückgeben, als sie mit der Produktion verbrauchen. Wie das funktioniert und warum man unbedingt ein Kushel Handtuch im Schrank braucht, haben wir Geschäftsführer Jim Tichatschek gefragt.

Ihr stellt Handtücher mit Impact her - wie kommt man denn auf gerade dieses Produkt?

Gute Handtücher machen einfach gute Laune! Es geht bei Kushel um einen guten Start in den Tag, den besonderen Moment, wenn du wach und erfrischt aus der Dusche steigst. Was passiert dann? Diese Frage haben wir uns gestellt und mit dem Kushel Handtuch eine magische Kombination aus Performance und weicher Geborgenheit erschaffen. Ich übertreibe hier nicht, ein Kushel Handtuch zu benutzen ist ein echtes Erlebnis. In Europa kannst Du (online) alles kaufen, fair und konventionell hergestellt. Damit wir auf diesem satten Markt eine Chance haben, mussten wir eine richtige Innovation bringen - denn ein Social Business muss funktionieren, um einen Impact zu haben.

Die Rotbuchen aus nachhaltiger Forstwirtschaft benötigen keine Bewässerung und keinen Dünger um zu wachsen, somit ist die Faser umweltfreundlicher in der Herstellung als Baumwolle.

Jim Tichatscheck

Was macht Kushel besser als konventionelle Handtuchhersteller?

Der Faser-Mix ist umweltfreundlicher und funktioniert besser. Du wirst schneller trocken, das Handtuch wird schneller trocken und die Handtücher bleiben länger weich. Wir sind die erste Heimtex Marke die Bio-Baumwolle mit Tencel Modal kombiniert, eine Faser, die aus Buchenholz gewonnen wird. Die Rotbuchen aus nachhaltiger Forstwirtschaft benötigen keine Bewässerung und keinen Dünger um zu wachsen, somit ist die Faser umweltfreundlicher in der Herstellung als Baumwolle. Im Higg Index der Sustainable Apparel Coalition ist Tencel Modal von Lenzing eine der umweltfreundlichsten Fasern überhaupt. Für uns ist aber noch viel wichtiger: Die perfekte Oberfläche und konstante Stärke der Faser lassen sich hervorragend in eine Struktur ohne Fehler oder kleine Knötchen, wie bei Hanf oder Leinenfasern, verweben. Ich würde sagen, wir haben eine gute Balance aus Produktnutzen und Umweltverträglichkeit gefunden.

Was ist eure größte Herausforderung?

Es ist eine Herausforderung, im Internet ein Gefühl zu verkaufen, also ein gefühltes Erlebnis digital abzubilden. Zum Glück kann ich mit Profis in den eigenen Reihen zusammenarbeiten. Mein Bruder John hat als ehemaliger Aufnahmeleiter gute Kontakte, um Werbefilme zu realisieren und Mattias, unser Brand Manager, hat sich den besten Markennamen der Welt ausgedacht! Zusammen mit dem Gustavo Team und den Treefluencern klappt es bisher ganz gut, das Kushel-Gefühl zu kommunizieren.

Ein Treefluencer hilft uns, noch mehr Bäume zu pflanzen. Korrekt, wir pflanzen Bäume für jedes produzierte Handtuch, aber wir pflanzen auch Bäume, wenn sich Menschen an unseren Marketingaktionen beteiligen. Für eine Empfehlung oder einen Kommentar zum Beispiel, pflanzen die Treefluencer Bäume. Es geht uns darum, dass wir den Kund*innen zeigen, welche Kraft sie haben. Jeder Mensch entscheidet täglich mit seiner Geldbörse oder seiner Aufmerksamkeit, welche Unternehmen erfolgreich sein sollen und in was für einer Welt wir leben möchten.

Gibt es schon erste Erfolge?

Ja! Für uns bedeutet Social Business, das Problem zu lösen und nicht nur die Symptome zu lindern. Deshalb produzieren wir auch bedarfsgerecht und klima- und Ressourcen positiv. Wer ein Handtuch von uns kauft, stellt dem Planeten mehr Ressourcen zur Verfügung als wir für die Produktion verbraucht haben. Wir gleichen die Emissionen und den Frischwasserverbrauch der Produktion aus und Pflanzen zusätzlich zwei Bäume für jedes Handtuch. So haben wir schon über 170.000 Bäume gepflanzt.

Wir haben zudem bereits zweimal ein erfolgreiches Crowdfunding durchgespielt und ein drittes ist in Vorbereitung. Ich erwähne das hier, weil wir Kushel ohne eine*n Investor*in oder Berater*in aus der Branche hochgezogen haben. Wir haben uns an das Feedback der Crowd von Kickstarter und Startnext gehalten. Welche Farben, welche Größen, welchen Mengenrabatt auf Handtuch-Pakete: alles wurde getestet und erst dann haben wir die Bestellung in Portugal abgegeben. Das ist wichtig, denn Fehleinschätzungen beim Einkauf in der Textilbranche führen zu einer absurden Verschwendung von Ressourcen.

Wir gleichen die Emissionen und den Frischwasserverbrauch der Produktion aus und Pflanzen zusätzlich zwei Bäume für jedes Handtuch. So haben wir schon über 170.000 Bäume gepflanzt.

Jim Tichatscheck

Entweder, oder: Sport oder Party?

Party! Mein Bruder und ich sind Zwillinge. Wir haben schon immer ausgiebig in Hamburg unsere Geburtstage gefeiert mit Mattias als DJ. Das Leben ist eine Party und kein Wettbewerb oder ein Langstreckenlauf. Klar liebe ich meine Yoga Sessions, aber ich finde im Leben geht es darum, gemeinsam Spaß zu haben und niemandem auf die Füße zu treten. Auf einer guten Party ist jede*r willkommen, es gibt aber auch einen Türsteher, der auf die Stimmung Acht gibt. Jeder kann sich ein Lied wünschen, aber es wird erst dann ein gelungener Abend wenn alle tanzen. Wenn Kushel eine Party ist, dann haben wir eben erst die Tür aufgemacht, die Party geht grade erst los.

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  • Lea Thin