5 Fragen an Forest Gum

RSS
5 Fragen an Forest Gum

Bild: © Forest Gum

Forest Gum

Veröffentlicht am 22.04.2020 von Simon Böhnlein


Thomas Krämer ist Gründer von Forest Gum. Mit der gesunden und nachhaltigen Kaugummi-Alternative ist er dabei, den Markt zu revolutionieren. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, was es eigentlich an Hubba Bubba & Co auszusetzen gibt und warum die beliebte Kaumasse unbedingt eine Generalüberholung braucht.

Tom, was habt ihr gegen konvetionelle Kaugummis?

Die wenigsten wissen, dass konventionelle Kaugummis aus synthetischen Grundstoffen bestehen, aus denen auch Plastikflaschen oder Autoreifen hergestellt werden. Kaugummis sind so klein und vermeintlich unwichtig für die Debatte um Nachhaltigkeit, aber ihre Umweltbelastung ist immens. Denn in der Summe kommt ganz schön was zusammen: Es werden weltweit jährlich etwa 580.000 Tonnen Kaugummi konsumiert. Davon landen dann viele auf unseren Straßen. In Deutschland kleben auf einem Quadratmeter Stadt bis zu 80 ausgespuckte Kaugummis - insbesondere vor Gastronomien und Shops. Es kostet die Kommunen jedes Jahr um die 900 Millionen Euro, um sie wieder zu entfernen. Dabei liegt der Gesamtumsatz mit Kaugummi bei 570 Millionen Euro pro Jahr. Das ist schon verrückt - und auf jeden Fall Geld, das man sinnvoller investieren könnte.

900 Mio. € - Kosten zur Entfernung von Kaugummis

570 Mio. € - Gesamtumsatz Kaugummiindustrie

Was macht Forest Gum besser?

Wir verzichten auf die Verarbeitung synthetischer Zutaten oder Plastik in unserem Kaugummi. Als natürliche Alternative verwenden wir Chicle, den Saft des zentralamerikanischen Breiapfelbaums, und auch sonst nur pflanzliche, biologisch abbaubare Zutaten. Unsere Kaugummis beinhalten also keine künstlichen Aromen, Farbstoffe und übrigens auch keinen Zucker.

Der Breiapfelbaum kommt vor allem in den Tropen- und Regenwaldgebieten von Zentralamerika vor. Die Bäume sind dort ein natürlicher Teil des Ökosystems und wir stellen sicher, dass jeder Baum nach der Ernte zwischen sechs und acht Jahre ruhen kann, bevor man seinen Saft wieder entnimmt. Durch diese nachhaltige Bewirtschaftung nehmen die Bäume keinen Schaden. Im Gegenteil - wir tragen mit der Ernte dazu bei, dass die Wälder im zweitgrößten Waldgebiet Zentralamerikas als CO2-Speicher und Lebensraum für Menschen und Tiere erhalten bleiben..

Forest Gum Kaugummi Verpackung von vorne

Sold out
Zwei Forest Gum Displays

Sold out

Was ist eure größte Herausforderung?

Zunächst einmal müssen wir den Menschen zeigen, warum es überhaupt ein nachhaltiges Kaugummi braucht. Die wenigsten wissen, was eigentlich in Kaugummi steckt. Dabei haben Mikroplastikpartikel nachweislich Auswirkungen auf unsere Gesundheit - und nicht nur auf die Umwelt. Mittlerweile sind wir damit aber schon einige Schritte weiter. Das Thema Plastik im Kaugummi bekommt zum Glück immer mehr Aufmerksamkeit und es gibt Alternativen am Markt. Und das ist gut so. Denn viele Menschen sollten mitbekommen, dass Kaugummi auch ohne Plastik auskommt. Je mehr Leute zu nachhaltigen Alternativen greifen, umso besser.

Das Thema Plastik im Kaugummi bekommt zum Glück immer mehr Aufmerksamkeit

Thomas Krämer

Gibt es schon erste Erfolge?

Wir sind Anfang November 2019 mit unserem Produkt an den Markt gegangen und haben schon in den ersten Wochen über 50.000 Packungen verkauft - unsere komplette erste Produktion! Online verkaufen wir unsere Kaugummis über den Shop von GoodBuy. Hier haben sich die Bestellung geradezu überschlagen.

Das ist eine tolle Bestätigung unserer Arbeit und zeigt uns: Wir sind auf dem richtigen Weg, die Nachfrage ist da. Forest Gum ist heute schon in Studentenwerken, Cafés, Bars, lokalen Shops, in Unverpacktläden und bei ersten größeren Einzelhändler erhältlich. Das wollen wir nun ausbauen. Gleichzeitig wollen wir unser Sortiment erweitern. Im Moment gibt es Forest Gum in der Geschmacksrichtung Minze. Es soll aber bald schon ein bis zwei neue Geschmacksrichtungen geben.

Entweder, oder: Berge oder Strand?

Strand UND Berge, bitte! Aber da ich leidenschaftlich gerne surfe und gerade so gar nicht dazu komme: Jetzt, sofort, am liebsten an den Strand und ab ins Meer.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

  • Lea Thin